Wege aus dem Personalnotstand im Gesundheitswesen

Bei der Suche nach Pflegekräften auf Expertenwissen zurückgreifen

Der ohnehin dramatische Personalnotstand im Gesundheitswesen hat sich durch die immens gestiegenen Arbeitsbelastungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie weiter verschärft. „Die Kliniken, Praxen, Therapieeinrichtungen und anderen Gesundheitsdienstleister müssen immense Anstrengungen unternehmen, um vakante Stellen mit qualifizierten – und nun auch zwingend geimpften - Mitarbeitenden zu besetzen, die dann auch langfristig im Betrieb bleiben“, sagt Fabian Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der mehrfach ausgezeichneten Markenagentur schmiddesign & Co. KG mit Sitz in Kempten und München, die zu den führenden Unternehmen für Markenkommunikation und Recruiting im Gesundheitswesen im süddeutschen Raum zählt. „Bei der Fachkräftegewinnung bedarf es einer klaren Kommunikationsstrategie, mit der die Klientel – seien es Pflegekräfte, Therapeuten, Ärzte, Hebammen oder auch Sachbearbeiter, Hausmeister und Reinigungskräfte - sehr zielgenau erreicht wird. Von den Unternehmen selbst ist das in den meisten Fällen gar nicht zu leisten.“

Mitarbeiterwerbung sei nichts, was man nebenbei erledigen könne, betont Schmid. Sich um aufwändiges Recruiting zu kümmern, sei für die meisten Einrichtungen im Gesundheitssektor jedoch angesichts der aktuellen Gesamtlage gar nicht abzubilden. „Wer bei der Fachkräftegewinnung die Nase vorn haben will, kommt mit der klassischen Anzeige in der örtlichen Tageszeitung nicht weit, denn die mediale Nutzung hat sich stark verändert. Heute muss man seine Mitarbeiter:innen von morgen auf genau jenen lokalen, überregionalen und internationalen Kanälen ansprechen, auf denen man sie auch tatsächlich erreicht – dazu gehören neben Plattformen wie LinkedIn und Xing auch Facebook, Instagram oder gar TikTok.“ Selbstverständlich spielen hierbei die Tonalität und die Bildsprache eine besondere Rolle, so der Experte.
„Im Wettbewerb um potenzielle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegt man sich auf emotionalem Terrain - dies gilt ganz besonders für den Gesundheitssektor. Denn in diesem Bereich zu arbeiten ist für viele Menschen ja Berufung und Leidenschaft. Darum geht es ihnen bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitsplatz nicht nur um zahlenmäßig messbare Parameter. Auch soziale Benefits, der Führungsstil, das Image des Unternehmens, das Arbeitsumfeld und die Atmosphäre im Team sind nicht zu unterschätzende Faktoren. Sie können letztlich den entscheidenden Ausschlag geben, wo sich ein potenzieller Mitarbeiter bewirbt und wem er den Zuschlag gibt.“ Dies müsse beim Recruiting berücksichtigt werden. „Professionelle Recruiting-Kampagnen bieten die Vorteile, dass sie genau auf den Kunden zugeschnitten sind. Das heißt, sie wählen die zu den definierten Zielgruppen passende Ansprache, bespielen die treffgenauen Kanäle und sind in der Lage, positiv aus der Masse herauszustechen“, fasst er zusammen. Einige der preisgekrönten Recruiting-Kampagnen seiner Agentur hätten den Kunden 80 und mehr qualitativ hochwertige Bewerbungen eingebracht.

Schmid plädiert überdies für kollektive Anstrengungen um eine nachhaltige Imageverbesserung der Branche. „Viele Akteure im Gesundheitswesen neigen leider dazu, alles schlecht zu reden. Das prägt das allgemeine Bewusstsein und fügt dem Berufsfeld massiven Schaden zu. Dabei bieten Gesundheitsberufe sehr viele positive Aspekte, die es herauszustellen lohnt. Ich kenne zahllose Menschen, die ihren Beruf in der Krankenpflege oder im Altenheim aufgrund seiner unmittelbar erlebbaren Menschlichkeit und Sinnhaftigkeit sowie seiner unzweifelhaften Wichtigkeit lieben und gegen keinen anderen eintauschen würden.“ Entgegen der weit verbreiteten Meinung sei die Bezahlung zumeist attraktiv. Auch die Schichtarbeit sähen viele als Vorteil für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder auch für die Freizeitgestaltung. „Es gibt so vieles, womit Gesundheitsberufe punkten können“, so Schmid. „Dies alles muss – und kann – in gut gemachten, professionellen Recruiting-Kampagnen kommuniziert werden. Es wäre zum Nutzen aller, die negativen Konnotationen, die vor allem der Pflege anhaften, im allgemeinen Bewusstsein zu korrigieren.“

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